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Plastische Demokratie
»Plastische Demokratie. Die Formen des Wir« ist ein Labor. Von Juni bis September 2021 entfaltet es sich online und im öffentlichen Raum in Düsseldorf. Die vielgestaltige Versuchsanordnung nimmt den 100. Geburtstag von Joseph Beuys als Anlass, seine Impulse zur radikalen Mitgestaltung der Demokratie nach den Prinzipien der Skulptur zu beleuchten und diese im Hinblick auf heutige Herausforderungen zu prüfen. Verhandelt werden dabei die zentralen Themen unserer Zeit: das politische System, Klima, Kapital, Digitalisierung, Bildung und Zusammenleben.
Politisches System > Klima > Kapital > Digitalisierung > Bildung > Zusammenleben
MODELLE
Programm
22. Sep, 2021 0:00
Gustaf-Gründgens-Platz
»Workshop mit Collectif Etc«

# zusammenleben

Leben Workshops

Feuer ist faszinierend. In unserer kollabierenden Welt sind Bilder von Feuer allgegenwärtig, vom entflammten Amazonaswald bis hin zu Aufständen und der Last der brennenden Barikaden. Aber könnten die Bilder des Feuers auf produktivere Weise genutzt werden? Kann man mit Feuer Formen produzieren, kollektive Formen? Diese »Formen des Wir« werden vom Feuer ausgehen und von dem, was es mit seinen verschiedenen Formen hervorbringen kann: Kohle für die Naturmalerei, Glut zum Kochen und Flamme zum Brennen von Keramik. Wir werden in Gruppen daran arbeiten, Metall zu schweißen, um einen Holz-Keramik-Ofen zu schmücken, mit der Künstlerin Marion Jdanoff auf Stoffe zu malen, die eine urbane Szenografie schaffen, und Ton zu modellieren, um keramische Tischgrills zu schaffen. So können wir am Ende des Workshops ein riesiges gemeinsames Essen anbieten.
22. Sep, 2021 0:00
Gustaf-Gründgens-Platz
»Workshop mit STEALTH.unlimited«

# zusammenleben

Leben Workshops

Es ist Mittwoch, der 19. September 2029. Die erste Space X-Crew landet erfolgreich mit ihren ausgeklügelten Lebenserhaltungssystemen, um die Kolonisierung des Mars zu beginnen. Unnötig zu sagen, dass Sie als Teil der schnell wachsenden Überschussbevölkerung - dem Unnötariat - nicht dabei sind. Am gleichen Tag werden die verbliebenen Arbeiter der Gigafactory in Berlin-Brandenburg entlassen, ohne dass ein Unterstützungssystem vorhanden ist. Sie finden sich bei ihnen wieder. Wie baut man eine selbständige Gemeinschaft auf, am Montag danach? Die vergangenen Covid-Jahre - mit Fernstudium, Remote Working und der Schließung ganzer »Industriezweige« (auch der Kultur) - haben den Ansturm einer arbeitslosen Zukunft viel näher gebracht, als wir es vorhergesehen haben. Das Live-In Lab wird eine Gelegenheit sein, diese Zukunft kollektiv zu simulieren und zu antizipieren, jeden Tag in einer anderen Umgebung auf dem Gustaf-Gründgens-Platz. Werden wir uns in einer Landschaft wiederfinden, die von losen Zusammenschlüssen von Neo-Kooperativen dominiert wird, in einer Realität von gebrochenem Konsens, verstreuter Koordination und zuweilen konkurrierenden Überlebensnotwendigkeiten? Wie der Autor Adam Greenfield vorwegnimmt, ein Leben »ohne jede Spur von Langeweile«. Eine Woche lang werden wir uns neue demokratische Prinzipien, Routinen und Rituale ausdenken und durchführen und jeden Tag mit einem Stück Erzählung abschließen. In der Zwischenzeit müssen wir uns mit anderen Bewohnern der Gegend auseinandersetzen, die wahrscheinlich immer noch im Jahr 2021 feststecken.
22. Sep, 2021 0:00
Gustaf-Gründgens-Platz
»Workshop mit raumlaborberlin«

# zusammenleben

Leben Workshops

Wenn wir über den öffentlichen Raum sprechen, ist es der körperliche und physische Akt, die Präsenz und Interaktion, die einen Raum von einem offenen Raum zu einem öffentlichen Raum machen. In diesem Workshop werden die Verhältnisse des Selbst zum Gemeinsamen und Öffentlichen diskutiert und eine Reihe von kollektiven Übungen des öffentlich werdens erfunden und ausprobiert. Zu den Themen, die diskutiert werden sollen, gehören: Konflikt, Dissens, Gastgeben, Großzügigkeit, Toleranz, Handlungsmacht. Es wird diskutiert, Objekte als support structures für unser öffentlich sein hergestellt und die Stadt auf verschiedene Weise gemeinsam erkundet. Ludger Schwarte wird für einige der Gespräche und Aktionen dabei sein.
22. Sep, 2021 0:00
Gustaf-Gründgens-Platz
»Workshop mit Kaltwasser/Fraas/Ronz«

# zusammenleben

Leben Workshops

Rohstoffrückgewinnungzentrum Düsseldorf (AT) In einer gemeinschaftlich gebauten Struktur, die der Ästhetik einer Produktionsstrasse entspricht, werden die Reste der kommerzialisierten Innenstadt im speziellen sowie der Überflussgesellschaft im allgemeinen transformiert (re)materialisiert. Dabei werden unterschiedliche Prozesse durchlaufen: Offenheit und Vielfalt, Low-Tech und Zugänglichkeit, Kreativität und Inspiration, Utopie und Empowerment, Teilen und Lernen, Nachhaltigkeit und Recycling. Im Vorfeld des Workshops werden frei verfügbare Materialien gesammelt und zusammengetragen. Das können Verpackungen aus dem Logistikbereich, den Rheinhäfen und der umliegenden Shoppingtempel oder Reste von Großbaustellen und Handwerksbetrieben sein. Die WorkshopteilnehmerInnen werden aufgerufen sich an der Materialsammlung zu beteiligen. Neben der Materialverwertung innerhalb des Workshops ist eine Interaktion mit der lokalen Gemeinschaft ausdrücklich erwünscht. So können während der Betriebszeiten Werksführungen und Praktika für Schulklassen und Altersheime sowie spontan interessierte Passanten arrangiert werden.
22. Sep, 2021 0:00
Gustaf-Gründgens-Platz
»Workshop mit Arnold Dreyblatt«

# zusammenleben

Leben Performances Workshops

The Archive as Living Practice: »The Black Mountain Archive« / »Free International University Protocols« Ein künstlerischer Forschungsworkshop, der sich auf zwei visionäre utopische Bildungsprojekte des 20. Jahrhunderts bezieht: das legendäre Black Mountain College (1933 -1957, North Carolina, USA) und die nicht realisierte Freie Internationale Universität, die von Josef Beuys mit Kollegen in Düsseldorf vorgeschlagen wurde (1973-1978). Diese beiden historischen Bildungsprojekte - ein realisiertes und ein propositionales - stellen eine Referenz für die interne und öffentliche Diskussion, Installation und Performance dar. Wir untersuchen und reflektieren das Erbe dieser beiden gegensätzlichen Projekte in einer aktiven Begegnung zwischen Künstler, Publikum und Archiv. Als Referenzmaterial dienen umfangreiche Archivmaterialien zum Black Mountain College sowie die unveröffentlichten Protokolle der Versammlungen der Freien Internationalen Universität. Die Studenten werden interdisziplinäre installative und performative Projekte realisieren, einschließlich einer abschließenden öffentlichen Reenactment der F.I.U.-Sitzungsprotokolle.
Live-in Lab
22. – 29. Sep 2021
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# zusammenleben

Das Live-in Lab findet in der von raumlaborberlin entworfenen experimentellen Architektur vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus auf dem Gustaf-Gründgens-Platz statt. Teil des Live-In Lab sind das Erkunden und Vergleichen der Modelle, das Diskutieren und Verhandeln von Ideen und das Zusammensein, -arbeiten, -denken, -essen und -wohnen vor Ort. Interessierte finden hier ab Juli den Open Call zur Teilnahme! Das Team der »Plastischen Demokratie« freut sich auf zahlreiche Bewerbungen.
Teilnehmer*innen
distance-l8 - 1920
distance-l7 - 1602
distance-l6 - 1568
distance-l5 - 1440
distance-l4 - 1325
distance-l3 - 1164
distance-l2 - 1080
distance-l1 - 1024
distance-s1 - 799
distance-s2 - 720
distance-s3 - 640
distance-s4 - 414
distance-s5 - 320