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08. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Die Demokratie, die wir brauchen. Protest, Freiheit, Universität«
Spätestens seit den Revolutionen von 1848 gibt es eine enge Beziehung zwischen Universitäten und sozialem Protest. Der Vortrag beleuchtet aus radikaldemokratischer Perspektive diese Beziehung und das Phänomen der »Universität auf der Straße«. Dabei geht er zwei Fragen nach: Welche demokratiepolitische Funktion hat sozialer Protest? Und: Weshalb gehen Proteste immer wieder von Universitäten aus? Hinweis: Der Vortrag von Oliver Marchart ist auf Abruf (47:00) unter folgendem Youtube-Link verfügbar.
08. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Was heißt plastische Demokratie? Von der Deutschen Studentenpartei zur Freien Universität«
Bereits Ende der 1950er Jahre hat Beuys das Plastische auf alle Bewegungsformen bezogen und daraus seine Theorie entwickelt, das schöpferische Bewegungen aus dem Unbestimmten, dem Chaos hervorgerufen werden und prozessual zur Form finden. In seinen politischen Aktionen im direkteren Sinne, beginnend mit der Deutschen Studentenpartei, Organisation für direkte Demokratie bis hin zur Freien Universität erprobte Beuys das Plastische in diskursiven Beziehungen und gemeinschaftlichen Organisationsformen. Der Vortrag verfolgt den Weg zur plastischen Demokratie anhand einer Chronologie der Ereignisse von 1967 bis 1973. Hinweis: Der Vortrag von Catherine Nichols und Eugen Blume ist auf Abruf unter folgendem Youtube-Link verfügbar.
09. Jun, 2021 19:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Transformative power of urban practice«
09. Jun, 2021 19:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Rohstoffrückgewinnungzentrum Düsseldorf«
In einer gemeinschaftlich gebauten Struktur, die der Ästhetik einer Produktionsstrasse entspricht, werden die Reste der kommerzialisierten Innenstadt im speziellen sowie der Überflussgesellschaft im allgemeinen transformiert (re)materialisiert. Dabei werden unterschiedliche Prozesse durchlaufen: Offenheit und Vielfalt, Low-Tech und Zugänglichkeit, Kreativität und Inspiration, Utopie und Empowerment, Teilen und Lernen, Nachhaltigkeit und Recycling.
10. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Abolitionistische Demokratie«
Den Begriff der »abolitionistischen Demokratie« (abolition democracy) führte der Soziologe und Bürgerrechtler W.E.B. Du Bois 1935 ein, um an die uneingelösten Versprechen der Emanzipation von der Sklaverei zu erinnern. In den letzten zehn Jahren hat sich, vor allem in den USA, der Abolitionismus als radikale politische Praxis und kritische Theorie formiert, die an dieses Projekt anknüpft und eine Überwindung staatlicher Gewaltinstitutionen wie dem Gefängnis, der Polizei und den Abschiebelagern zu fordern. Der Vortrag rekonstruiert die spezifischen demokratietheoretischen Implikationen dieses Ansatzes und konturiert das Projekt einer abolitionistischen Demokratie als Leitbegriff einer kommenden sozialen Transformation.
11. Jun, 2021 18:00
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»Liebe zum Leben, Liebe zu Welt: Hannah Arendt und James Baldwin«
Ein Brief, den Hannah Arendt 1962 an James Baldwin geschrieben hat, ist der Anlass, um über eine verpasste Chance zur Verständigung zwischen zwei der einflussreichsten Intellektuellen des zwanzigsten Jahrhunderts nachzudenken. Der Vortrag handelt von Missverständnissen und tatsächlichen Differenzen ebenso wie von überraschenden Gemeinsamkeiten. Im Zentrum steht die Frage, ob – und wenn ja, in welchem Sinn – der Liebe eine Kraft zur politischen Transformation zukommen kann.
11. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Die Nachahmung des Lebens. Demokratie nach Beuys«
Ich gehe aus von dem Vorschlag der Veranstalter, im Doppelblick auf Joseph Beuys und unsere politische Gegenwart oder Zukunft von einer »plastischen Demokratie« zu sprechen. Das ist im Blick auf Beuys eine prägnante Pointierung, die seine Überlegungen in Manifesten und Gesprächen auf den Punkt bringt. Aber auf welchen Punkt? Beuys – so soll gezeigt werden – geht es nicht um die Demokratie, als Substantiv, als eigener Gegenstand, sondern um die Demokratie als eine Politik der Transformation des Sozialen. Die Demokratie ist plastisch nicht als eine Veränderung der Regierung, sondern als Veränderung des (und der) Regierten, des Sozialen (und der Subjekte: eine Veränderung von uns). Aber das ist das Problem: Wie ist eine solche Veränderung denkbar und möglich? Ist überhaupt eine Politik denkbar und möglich, die das Soziale verändert? Was für ein Geschehen ist die Veränderung des Sozialen, und ist dies ein politischer Akt? Das sind Fragen, die Beuys gestellt und zu beantworten versucht hat. Die Untersuchung des Titelbegriffs der Veranstaltungsreihe – »plastische Demokratie« – kann helfen, diese Fragen und Antworten zu verstehen.
15. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Affektformierung, Materialität und ästhetischer Widerstand – Feministische Praktiken und radikale Demokratie«
Was können wir vom Feminismus für eine radikaldemokratische Praxis lernen? Der Vortrag geht unter dem Stichwort des »ästhetischen Widerstands« und anhand verschiedener Beispiele der These nach, dass feministische Politiken nicht nur neue Themen, sondern auch ein anderes Verständnis politischer Praxis verkörpern, das sich einem verkürzten und damit letztlich depolitisierenden Konzept von Demokratie entgegenstellt.
15. Jun, 2021 18:00
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»›La Rivoluzione siamo noi‹: Anti-Kunst und plastische Demokratie«
Der Vortrag greift einige von Joseph Beuys‘ Thesen zur direkten Demokratie auf und versucht zu erläutern, warum eine Kunstpraxis, die Beuys einmal als »Anti-Kunst« bezeichnet hat, den Ausgangspunkt bilden kann für die kommende demokratische Revolution. Demokratie ist aus Revolutionen hervorgegangen (511 v. Chr., 1777, 1789, 1918, 1989…). Wenn wir Selbstbestimmung, die Möglichkeit, ein freies Leben zu führen und Freiheit und Gleichheit für alle zu organisieren, zum Ausgangspunkt unseres Demokratieverständnisses nehmen, wird die Verwirklichung der Demokratie eine Revolution erfordern.
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