Aaron Sahr

Prof. Dr. Aaron Sahr arbeitet am Hamburger Institut für Sozialforschung in der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität an einer Weiterentwicklung der Beziehungssoziologie des Geldes. Derzeit ist er außerdem Gastprofessor am Zentrum für Theorie und Geschichte der Moderne an der Leuphana Universität Lüneburg.
Ihn beschäftigen die Soziologie des Geldes, der Konnex aus Banken- und Wirtschaftstheorie, die Kapitalismusgeschichte, Dynamiken der Ungleichheit und sozialtheoretische Grundsatzprobleme. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden die Geldtheorie und die Geldgeschichte als Ausgangspunkte und Fundament einer Analyse moderner Wirtschaft, der Zusammenhang von privater Geldschöpfung und Ungleichheit („Keystroke-Kapitalismus“) und die De-Politisierung (und Re-Politisierung) monetärer Ordnungen.

Programm:
An Paenhuysen

An Paenhuysen ist freiberufliche Kuratorin, Kunstschriftstellerin und Pädagogin und lebt in Berlin. Sie bloggt über Kunst und ist Dozentin für Kunstschreiben und Kulturtheorie am Node Center for Curatorial Studies. Sie hat in verschiedenen Kulturmagazinen wie Spex, Women’s Review of Books, Contemporary & veröffentlicht und ist Autorin von mehreren Kunstkatalogen, Sachbüchern und Gedichtbänden. Im Jahr 2020 hat sie ein Kunstverlagsprojekt mit dem Namen AAAAA PPPPP Publishing gestartet. Ihre kritische Schreib- und Denkpraxis konzentriert sich auf das Potenzial des Kurzen und des Leichthumorigen.

Programm:
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Arnold Dreyblatt

Als amerikanischer Medienkünstler, lebt Arnold Dreyblatt seit 1984 vorwiegend in Berlin und ist seit 2009 als Professor für Medienkunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel tätig. In seiner künstlerischen Praxis hat er komplexe textuelle und räumliche Visualisierungen für das Gedächtnis geschaffen, die als ein medialer Diskurs über Erinnerung und das Archiv verstanden werden können. Er hinterfrägt häufig private und öffentliche Sammlungen und Archive als »Gedächtnisträger« in ihrer Funktion für das individuelle und kollektive Erinnern im Kontext politischer Systeme. In jüngsten Arbeiten wie PERFORMING the BLACK MOUNTAIN Archive (Hamburger Bahnhof Museum Berlin, 2016) und Protocols of the Future (2018, Kunstmuseum Bern) hat sich Arnold Dreyblatt mit der Reaktivierung von Archivmaterialien im Zusammenhang mit innovativen Ansätzen in der Kunstpädagogik beschäftigt.

Programm:
09. Jul, 2021 12:00
»Modelle«
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Catherine Nichols

Catherine Nichols ist Kunst- und Literaturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. Sie hat eine Vielzahl von kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen kuratiert. Sie ist künstlerische Leiterin des Jubiläumsprogramms »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys« und mit Eugen Blume und Isabelle Malz Kuratorin der Ausstellung »Jeder Mensch ist ein Künstler« (2021) im K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Programm:
Christoph Menke

Christoph Menke ist Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Spiegelungen der Gleichheit«, Berlin 2000. »Kraft. Ein Grundbegriff ästhetischer Anthropologie«, Frankfurt am Main 2008. »Recht und Gewalt«, Berlin 2011. »Die Kraft der Kunst«, Berlin 2013. »Kritik der Rechte«, Berlin 2015.

Programm:
Christopher Dell

Christopher Dell lebt und arbeitet als Theoretiker, Musiker und Komponist in Berlin. Er gilt laut Reclam Jazzlexikon als der führende Vibraphonist Europas, wofür er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Dell ist Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin. Er lehrte Architekturtheorie u.a. an der Universität der Künste, Berlin und der Architectural Association, London und war Gastprofessor für Stadttheorie an der HCU Hamburg und der TU München. An der HafenCity Universität Hamburg initiierte er mit anderen das Forschungsprojekt Universität der Nachbarschaften (UdN). Christopher Dell‘s Forschungsinteresse gilt Praxen und Organisationsverläufen der zeitgenössischen Stadt. In disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen sucht er relationale Handlungsformen als Verfahren zu konzeptionalisieren und für Gestaltung fruchtbar zu machen. Sein Buch Replaycity“ (Berlin 2011) spielt mit einem „musikalischen“ Verständnis, das städtischen Raum als alltäglich ko-produziert begreift, und entfaltet daraus eine Technologie der Improvisation als urbane Praxis im 21. Jahrhundert. 

Programm:
Claudine Nierth

Claudine Nierth, geboren 1967, engagiert sich seit den 1980er Jahren für die Einführung und Verbesserung von Volksentscheiden und Bürgerräten. Seit ihrem Kunststudium und ihrer mehrjährigen Bühnentätigkeit liegt Nierths Schwerpunkt auf der künstlerischen Gestaltung sozialer Prozesse. Sie war 1997 eine der drei Initiatoren des ersten Volksbegehrens „Mehr Demokratie in Hamburg“ und 2011 der Volksinitiative „Mehr Demokratie in Schleswig-Holstein“. 2000 fuhr sie mit dem „Omnibus für Direkte Demokratie“, einer rollenden Skulptur, quer durch Deutschland. Anschließend schrieb sie sich die Einführung des bundesweiten Volksentscheids auf die Fahnen. Seit 1998 ist Nierth Bundesvorstandssprecherin des Vereins „Mehr Demokratie e.V.“ Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein entsandte sie in die 15. Bundesversammlung, die 2012 den deutschen Bundespräsidenten wählte. 2014/2015 war sie Mitglied der Enquete-Kommission betreffend Stärkung der Demokratie in Österreich des österreichischen Nationalrats. 2018 erhielt Nierth für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2019 hat sie den ersten bundesweite Bürgerrat Demokratie mit initiiert und organisiert, 2020 startete sie unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble und dem Vorsitz von Marianne Birthler den ersten Bürgerrat für den Bundestag.

Programm:
Collectif Etc

Collectif Etc ist eine Non-Profit-Organisation und besteht seit 2009. Wir unterstützen gemeinsame Räume durch Aktionen, die Menschen um Bauwerkstätten versammeln. Dabei nutzen wir verschiedene Medien wie Edition, Siebdruck, Nähen, Filmemachen, künstlerische Prozesse. Das Ziel dieser urbanen, architektonischen und künstlerischen Experimente liegt nicht nur in den gebauten Objekten und Räumen, sondern vor allem in den Spuren, die dorthin führen, in der neuen Atmosphäre und den ungewohnten Verhaltensweisen, die dadurch entstehen können. Wir hoffen, dass die Architektur ein Werkzeug sein kann, um unsere Welt in Richtung einer sozialeren, demokratischeren und ökologischeren Lebensweise zu verändern. Wir sind jetzt vier Architekten-Bauherren und ein Hauptverwalter. Von Anfang an probieren wir Methoden der Selbstverwaltung und autonome Formen der Zusammenarbeit aus.

Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Corine Pelluchon

Corine Pelluchon ist Professorin für Philosopie an der Université Gustave Eiffel. Sie ist außerdem Mitglieder des Hannah Arendt Interdisciplinary Laboratory for Political Studies. Ihre Themen sind Moral und politische Philosophie, Medizin-, Umwelt- und Tierethik. Sie ist eine Kennerin des Werks von Leo Strauss und Emmanuel Levinas. In ihrem Buch “Éthique de la consideration” entwickelt sie eine “Tugendethik”, um die Herausforderungen der Moderne besser zu bewältigen. 2020 erhielt sie den Günther-Anders-Preis für kritisches Denken. Am THE NEW INSTITUTE wird Corine Pelluchon am Programm “The Foundations of Value and Values” arbeiten.

Programm:
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Daniel Loick

Daniel Loick ist Professor für Philosophie an der Universität Amsterdam. Zu seinen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Kritik der Souveränität«, Frankfurt 2012. »Der Missbrauch des Eigentums«, Berlin 2016. »Anarchismus zur Einführung«, Hamburg 2017. Juridismus. »Konturen einer kritischen Theorie des Rechts«, Berlin 2017.

Programm:
Dominik Dober
Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Ela Kagel

Die Digitalstrategin Ela Kagel ist auf die Überschneidung von Gesellschaft, Technologie und Wirtschaft spezialisiert. Seit den 1990er Jahren produziert sie Medienkunstausstellungen, gestaltet Räume für den kulturellen Austausch und hilft beim Aufbau digitaler Plattformen, Netzwerke und Gemeinschaften. Sie ist eine langjährige Mitarbeiterin und Forscherin des Public Art Lab in Berlin. Von 2009 bis 2011 war sie Programmkuratorin für das Transmediale Festival für Kunst und digitale Kultur in Berlin. Während ihrer Zeit bei der Transmediale entwickelte Ela den Free Culture Incubator, eine Reihe von Workshops und Veranstaltungen, die auf freier und offener Kultur basieren. Im Mittelpunkt von Elas Arbeit steht die Unterstützung von Bottom-up-Initiativen, die tief in bestimmten Communities of Practice verwurzelt sind. Unter diesem Gesichtspunkt gründete und kuratierte sie auch Upgrade! Berlin, sowie eine Reihe von gemeinschaftsbezogenen Forschungsprojekten. Im Jahr 2010 war Ela Mitbegründerin von SUPERMARKT, einem unabhängigen Zentrum für digitale Kultur und kollaborative Wirtschaft in Berlin, wo ein breites Spektrum an Konferenzen, Workshops, Community-Treffen und Forschungsprojekten organisiert wurden. Ela Kagel ist künstlerische Leiterin von MoneyLab Berlin und Vorstandsmitglied der Plattform Genossenschaften Deutschland eG

Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Eugen Blume

Eugen Blume ist Kurator und Kunsthistoriker. Bis 2016 war er Leiter der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin. Gemeinsam mit Catherine Nichols hat er dort zahlreiche Ausstellungen realisiert. Er ist künstlerischer Leiter des Jubiläumsprogramms »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys« und kuratierte gemeinsam mit Catherine Nichols und Isabelle Malz die Ausstellung »Jeder Mensch ist ein Künstler« (2021) im K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Programm:
Fabian „SirQlate“ Blume

Generalsekretär von Die Urbane. Eine HipHop Partei. Gebürtiger Ostberliner. Kindheit hinter Stahlbeton und dann fiel die Mauer! Endlich! Reisen, Menschen kennenlernen, Platten kaufen, statt Tapes aufnehmen! HipHop begleitet ihn seit 1986. Englisch mit Public Enemy gelernt. Beruflich durch HipHop Head of Marketing geworden. Großer Fan des indischen Cricket, der Antiheld in der Politik.

Programm:
Francesca Raimondi

Francesca Raimondi ist Juniorprofessorin für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu ihren Publikationen zählt das Buch (Auswahl): »Die Zeit der Demokratie. Politische Freiheit nach Carl Schmitt und Hannah Arendt«, Konstanz 2014.

Programm:
Georges Didi-Huberman

Georges Didi-Huberman lehrt als directeur d’études an der Ecole des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris. Zu seinen deutschsprachigen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Was wir sehen, blickt uns an. Zur Metapsychologie des Bildes«, München 1999. »Vor einem Bild«, München 2000. »Das Nachleben der Bilder. Kunstgeschichte und Phantomzeit nach Aby Warburg«, Berlin 2010. »Wenn die Bilder Position beziehen«, München 2010. »Überleben der Glühwürmchen. Eine Politik des Nachlebens«, München 2012.

Programm:
Jeanne van Heeswijk

Jeanne van Heeswijk ist eine Künstlerin, die die Schaffung dynamischer und vielfältiger öffentlicher Räume fördert, um „das Lokale zu radikalisieren“. Ihre langfristigen, in die Gemeinschaft eingebetteten Projekte stellen die Autonomie der Kunst in Frage, indem sie performative Aktionen, Diskussionen und andere Formen der Organisation und Pädagogik kombinieren, um Gemeinschaften dabei zu unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Büchern und Publikationen weltweit sowie auf international renommierten Biennalen wie Liverpool, Shanghai und Venedig gezeigt.

Programm:
Johannes Stüttgen

Johannes Stüttgen studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys, der ihn 1971 zum Meisterschüler ernannte. Im selben Jahr gründete er mit Beuys die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“. Von 1980 bis 1986 war er Geschäftsführer der „FIU Free International University“. Zusammen mit Brigitte Krenkers gründete er 1987 den OMNIBUS für Direkte Demokratie. Für seine Arbeit an der Sozialen Plastik wurde ihm 2004 die „Honorary Fellowship“ der Brooks University Oxford verliehen. 2019 erhielt er den Social Sculpture Award für sein Lebenswerk.

Programm:
Juliane Rebentisch

Juliane Rebentisch ist Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Zu ihren Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Ästhetik der Installation«, Frankfurt/M. 2003. »Theorien der Gegenwartskunst zur Einführung«, Hamburg 2013. »Die Kunst der Freiheit. Zur Dialektik demokratischer Existenz«, Berlin 2012. (mit Heiner Blum) »Zweite Welt«, Frankfurt/M. 2016.

Programm:
Katja Diefenbach

Katja Diefenbach ist Professorin für ästhetische Theorie an der Merz Akademie, Stuttgart. Ihre Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen im Bereich der französischen Philosophie und Epistemologie des 20. und 21. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Marxismus und Poststrukturalismus. Sie gehört zum Herausgeberkreis des Berliner Verlags b_books.

Programm:
Ludger Schwarte

Ludger Schwarte ist Professor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu seinen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Die Regeln der Intuition. Kunstphilosophie nach Adorno, Heidegger und Wittgenstein«, München 2000. »Philosophie der Architektur«, München 2009. »Vom Urteilen. Gesetzlosigkeit, Geschmack, Gerechtigkeit«, Berlin 2012. »Pikturale Evidenz. Zur Wahrheitsfähigkeit der Bilder«, Paderborn 2015. »Notate für eine künftige Kunst«, Berlin 2016. »Denken in Farbe. Zur Epistemologie des Malens«, Berlin 2020.

Programm:
Lukas Beckmann

Landwirt und Diplomsoziologe, Aufsichtsratsvorsitzender der Correctiv gGmbh seit 2017. Nach dem Studium Zusammenarbeit mit Joseph Beuys in der FIU (Freie Internationale Universität) in Düsseldorf. Gründungsmitglied der Grünen, der Heinrich-Böll-Stiftung, Mehr Demokratie, Bioboden Genossenschaft und zahlreicher weiterer Vereine und Genossenschaften in den Bereichen Menschenrechte, Wohnen, Landwirtschaft und Energie. Bundesgeschäftsführer der Grünen von 1979-1984, danach drei Jahre einer von drei Bundesvorsitzenden, von 1986-1991 Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung. 1991 bis 2010 Geschäftsführer der BündnisGrünen im Bundestag. 2011-1017 Vorstand der GLS Bank Stiftung und der GLS-Treuhand e.V. Seit 2017 selbständig.

Programm:
Marion Jdanoff

Marion Jdanoff ist eine französische Künstlerin und Druckgrafikerin. Zusammen mit Damien Tran betreibt sie Palefroi, ein Künstlerduo und Siebdruckatelier. Sie stellen Kunstdrucke, Poster, Künstlerbücher und Zines her, alle handgefertigt und in limitierter Auflage. Palefroi arbeiten an der Schnittstelle von Druckgrafik, Illustration, Verlagswesen und angewandter Kunst. Ihre künstlerische Praxis ist mit dem Siebdruck verwoben und hat viele Formen: Künstlerbücher, Zines, Installationen, Poster und Kunstdrucke.

Programm:
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Martin Kaltwasser, Maike Fraas und Maik Ronz

> Martin Kaltwasser *1965, Studium Freie Kunst, AdBK Nürnberg und Architektur, TU Berlin. Seine weltweite künstlerische Arbeitspraxis im öffentlichen Raum verbindet kritische Recherche vor Ort mit prozessorientierten, ortsbezogenen, räumlichen, oft partizipativen und kollaborativen Umsetzungen. Seit 2019 ist er Professor für Plastik am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund.

> Maik Ronz *1978, Studium Architektur und Stadtplanung in Deutschland, Österreich und Dänemark. Im Rahmen seiner künstlerischen Praxis realisiert er unter Einbezug lokaler Communities Projekte im öffentlichen Raum und arbeitet als Architekturvermittler. Er ist als Lehrender an Universitäten in Deutschland und Norwegen tätig.

> Maike Fraas *1976, Studium Design, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Beteiligungsformate und Partizipationsinstrumente zur Gestaltung sozialer Räume. Seit 2020 lehrt sie als Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, im Fachgebiet Produktdesign und Urban Art / Urban Design.

>>> Gemeinsam realisierten sie 2015 das partizipative Baukunstprojekt Kraftwerk Lohberg in Dinslaken und kollaborierten 2019 bei Kaleidoskop Südpark in Halle-Neustadt. Für die Kulturhauptstadt Plovdiv 2019 entwickelten sie das Projekt Learning from Stolipinovo für den größten von Roma bewohnten Stadtteil auf dem Balkan.

Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Oliver Marchart

Oliver Marchart ist Professor für Politische Theorie an der Universität Wien. Zu seinen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Die Politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben«, Berlin 2010. »Die Prekarisierungsgesellschaft. Prekäre Proteste, Politik und Ökonomie im Zeichen der Prekarisierung«, Bielefeld 2013. »Das unmögliche Objekt. Eine postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft«, Berlin 2013. »Conflictual Aesthetics. Artistic Activism and the Public Sphere«, Berlin 2019.

Programm:
Pastor Leumund

Seit der Steinzeit sammelt Pastor Leumund Durchhalteparolen für Durchgeknallte. Zu den psychedelischen Hiphop- und Elektro-Tracks von Friedrich Greiling aka Mittekill sind daraus nun Diskurs-Disco-Hymnen entstanden, mit denen sich nicht nur Schmunzelraverinnen und Hasskappenhäkler agitieren lassen. Dieses Feuerwerk der knallbunten Schwarzmalerei kann man sich nicht nebenbei anhören. Für den realdadaistischen Seelsorger im knappen Suzuki-Kleid ist unser Sprachsystem auf Lügen gebaut, weshalb er seine Gemeinde gnadenlos mit umfunktionierten Worthülsen überschüttet und sich hartnäckig weigert, Floskeln nachzubeten. Realdadaismus bezeichnet eine im Alltag praktizierte Ablehnung des vorgegebenen Sinns. Als praktizierter Dadaismus hintergeht er das herrschende System und manifestiert sich in zivilem Ungehorsam, grobem Unfug, Hausbesetzungen und Umnutzungen von öffentlichem und privatem Raum. Er ist ein kollektiv gelebter Bruch mit Denkweisen, Sprachsystemen und Verhaltensmustern und erforscht in einer unverständlich unvernünftigen Welt die Risse von Vernunft und Verstand.

Programm:
Peter Osborne

Peter Osborne is a Professor of Modern European Philosophy and the Director of the Centre for Research in Modern European Philosophy at Kingston University, London. Osborne teaches and publishes on Modern European Philosophy and the philosophy of modern and contemporary art—with particular reference to Conceptual Art. He has written catalogue essays for a wide range of international art institutions including: Tate Modern, Biennale of Sydney, Walker Art Center Minneapolis, and the Norwegian National Museum of Art, Architecture and Design. He has acted as a consultant to the Education Programme at Tate Britain and was consultant for the Office of Contemporary Art Norway with regard to the representation of Norway at the 2011 Venice Biennale. He has played a major role in the bimonthly British journal Radical Philosophy for nearly thirty years and plays an active role in current debates about the future of universities in the UK.

Programm:
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Raphael Hillebrand

Geboren in Hong Kong, verwurzelt in Deutschland und Westafrika, aufgewachsen in Berlin und ausgebildet durch Hip-Hop: Der Choreograph Raphael Hillebrand nutzt seinen Background, um seine Visionen des Hip-Hop Tanztheater zu verwirklichen.
Er begann seine Karriere als Tänzer, nahm anfänglich an zahlreichen B-Boy Battles teil und gewann nationale sowie internationale Battles. Gleichzeitig arbeitete er an Bühnenproduktionen mit – zunächst als Interpret, dann zunehmend in kollektiven Kreationen und heute als Choreograph, Regisseur und Kurator. Durch das Arbeiten auf internationaler Ebene, greift er seinen Instinkt für gesellschaftspolitische Themen und kulturelle Identitäten auf und überträgt diese in seine choreografischen Arbeiten des Hip-Hop Tanztheaters.
Als Ideengeber, Gründungsmitglied und Bundesvorsitzender der weltweit ersten Hip-Hop Partei »Die Urbane. Eine Hip-Hop Partei«, setzt er sich u.a. für Dekolonialisierung sowie Empowerment und kulturelle Vielfalt ein.

Programm:
raumlabor

raumlabor arbeitet an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention. Um einen festen Kern von neun Personen wirkt eine Gruppe von zwanzig bis dreißig KollegInnen mit, die sich von Berlin ausgehend zu einer kollektiven Netzwerkstruktur zusammengefunden haben. Zuständig für das vorliegende Projekt sind Markus Bader, Frauke Gerstenberg, Andrea Hofmann und Miriam Kassens. In stets neuen Konstellationen verwandeln sie städtische Räume in etwas vollkommen anderes, fern aller Erwartungen und Visionen. Sie verschieben programmatische Narrative instädtische Leerräume, installieren neue Atmosphären und schaffen ein Gefühl für noch zu erfassende Potenziale.

Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Sebastian Blasius

Sebastian Blasius, geb. 1979, Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen, arbeitet seit 2009 als Regisseur, Choreograph und Theaterwissenschaftler. Leitmotivisch befasst er sich Themen wie Identität, kulturellem Erbe, dem Verhältnis zwischen Zuschauern und Ausführenden und dem Handlungscharakter von Kunst. Seine Arbeit begreift er beständig als Forschung, in der verschiedene künstlerische, theoretische und politische Strategien in einen Dialog gebracht werden.

Programm:
STEALTH.unlimited

STEALTH.unlimited (Belgrad/Rotterdam) ist eine international tätige Raumpraxis, die von Ana Džokić und Marc Neelen gegründet wurde. Ihre Arbeit ist zwischen Zukunftsfiktion, räumlicher Intervention und der Politik des Möglichen angesiedelt. Während des letzten Jahrzehnts haben Ana und Marc mehrere Kooperativen in den Bereichen Wohnen, Energie und Finanzen mitinitiiert, um die Wirtschaft durch kollektive Bürgerkapazitäten neu zu denken und urbane Commons zu schaffen. Ihr Buch »Upscaling, Training, Commoning« (2018) zeichnet diese Abenteuer nach der globalen Finanzkrise 2008 nach.

Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Thibaut de Ruyter

Thibaut de Ruyter ist ein deutsch-französischer Architekt, Kurator und Kritiker.
Er lebt und arbeitet seit 2001 in Berlin.

Als ausgebildeter Architekt konzipiert er Ausstellungen auf konzeptioneller, technischer und räumlicher Ebene und liefert nicht nur den Inhalt, sondern auch das Design seiner Projekte. Sein Interesse gilt den neuen Medien und ihrer Archäologie, der Beziehung zwischen Kunst und Architektur (meist durch einen Kritiker der Moderne) und seit sieben Jahren der Kunstszene in den postsowjetischen Ländern und insbesondere in Zentralasien.

Programm:
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Tomma Suki Hinrichsen
Programm:
22. Sep, 2021 12:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab«
22. Sep, 2021 11:00 – 29. Sep, 2021
»Live-in Lab | Workshops«
Yvonne (Ocran) Müller

Generalsekretärin & Beauftragte für dekoloniale Klimagerechtigkeit für Die Urbane. Eine HipHop Partei. „Ich bin nicht HALF, sondern DOUBLE“, sagt die Tochter einer deutschen Mutter und eines ghanaischen Vaters. Geboren in den frühen 80ern im Siegerland, wo sie aufwuchs und derzeit in Köln wohnhaft ist. Als Technische Disponentin, Community Networkerin, und Mitglied in diversen Organisationen und Bündnissen verbringt sie ihren den Tag.
Themenbereiche: Kolonialismus / Maafa, Koloniale Kontinuität, Dekoloniales, Panafrikanismus, Rassismus, Ökozid, Umwelt- und Klimagerechtigkeit.

Programm:
distance-l8 - 1920
distance-l7 - 1602
distance-l6 - 1568
distance-l5 - 1440
distance-l4 - 1325
distance-l3 - 1164
distance-l2 - 1080
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distance-s2 - 720
distance-s3 - 640
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distance-s5 - 320