10/06/2021 6:00 pm
Gustaf-Gründgens-Platz + online
»Abolitionistische Demokratie«

# politisches system

Vorträge

Den Begriff der »abolitionistischen Demokratie« (abolition democracy) führte der Soziologe und Bürgerrechtler W.E.B. Du Bois 1935 ein, um an die uneingelösten Versprechen der Emanzipation von der Sklaverei zu erinnern. In den letzten zehn Jahren hat sich, vor allem in den USA, der Abolitionismus als radikale politische Praxis und kritische Theorie formiert, die an dieses Projekt anknüpft und eine Überwindung staatlicher Gewaltinstitutionen wie dem Gefängnis, der Polizei und den Abschiebelagern zu fordern. Der Vortrag rekonstruiert die spezifischen demokratietheoretischen Implikationen dieses Ansatzes und konturiert das Projekt einer abolitionistischen Demokratie als Leitbegriff einer kommenden sozialen Transformation.
Daniel Loick ist Professor für Philosophie an der Universität Amsterdam. Zu seinen Publikationen zählen die Bücher (Auswahl): »Kritik der Souveränität«, Frankfurt 2012. »Der Missbrauch des Eigentums«, Berlin 2016. »Anarchismus zur Einführung«, Hamburg 2017. Juridismus. »Konturen einer kritischen Theorie des Rechts«, Berlin 2017.
Alle Vorträge im Rahmen des Auftakts finden live auf dem Gustaf-Gründgens-Platz in Düsseldorf statt. Aufgrund der aktuellen Lage ist die Besucher*innenanzahl vor Ort leider begrenzt. Auf unserer Website werden jedoch alle Vorträge live und auf Abruf gestreamt.
Links:

PDF Download: Unausgearbeitete Thesen zu abolitionistischen Demokratie[75]

 

https://www.uva.nl/en/profile/l/o/d.loick/d.loick.html?cb

https://danielloick.net/

Teilnehmer*innen:
distance-l8 - 1920
distance-l7 - 1602
distance-l6 - 1568
distance-l5 - 1440
distance-l4 - 1325
distance-l3 - 1164
distance-l2 - 1080
distance-l1 - 1024
distance-s1 - 799
distance-s2 - 720
distance-s3 - 640
distance-s4 - 414
distance-s5 - 320