28. Sep, 2021 19:30
Gustaf-Gründgens-Platz
»Darf Geld nicht demokratisch sein?«

Vorträge

AARON SAHR | Über die Ideologie eines unpolitischen Tauschmittels // Gewohnheitsgemäß greifen wir in akademischen wie politischen Debatten auf ein traditionelles ökonomisches Geldverständnis zurück, in dem Geld als ein neutrales Werkzeug erscheint, ein Hilfsmittel, das den Austausch von Gütern auf Märkten erleichtert. Die Politik soll die Funktionalität dieses Werkzeuges zwar gewährleisten, sich aber ansonsten aus dessen Betrieb raushalten. Diese Ideal eines unpolitischen Geldes fußt auf einer Theorie, die Geld als Repräsentation vergangener Kreativität begreifen will – ein Geldbegriff, der streng genommen schon lange veraltet ist. Das Ideal eines unpolitischen Geldes wird so zur Ideologie, ein theoretisches Missverständnis, das demokratisches Gestaltungspotenzial versperrt.
Teilnehmer*innen:
distance-l8 - 1920
distance-l7 - 1602
distance-l6 - 1568
distance-l5 - 1440
distance-l4 - 1325
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distance-l2 - 1080
distance-l1 - 1024
distance-s1 - 799
distance-s2 - 720
distance-s3 - 640
distance-s4 - 414
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